Vorbericht zum letzten Relegationsspiel der Damen I in Vechta

Mit solchen Aktionen in die Liga gestartet - nun wieder verletzt auf der Bank - Carol Mittelheisser.  © Foto: Thomas Hahn

Verletzungspech treuer Begleiter
Handballdamen in Vechta: Lazarett bestreitet letztes Spiel

"Das dicke Ende kommt am Schluss", getreu dem Volksmund begeben sich die Handballerinnen der Turnerschaft auf ihre in dieser Spielzeit weiteste und beschwerlichste Reise zum Rückspiel nach Vechta.

Im Hinspiel unterlag die TSH am vergangenen Samstag bekanntlich mit 24:27 Toren. Am Donnerstag dann haben sie um 13 Uhr (!) eine allerletzte, minimale Chance, doch noch in der 3. Bundesliga zu bleiben.

Zwar sind sich längst alle Protagonisten bei der TSH und die vielen treuen Fans einig, dass man selbst angesichts der heftigen Verletzungsmisere schon im normalen Saisonverlauf zahlreiche Gelegenheiten hatte, um das nach dem Aufstieg geäußerte Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Die Qualität und auch die vorbildliche Einstellung aller, wenn sie denn auf dem Spielfeld dabei waren, ist absolut klassentauglich.

Doch selbst die durchaus machbare Möglichkeit, sich in der ersten und seit vielen Wochen bekannten Relegation gegen den HC Chemnitz entscheidend durchzusetzen, konnte das Team auch wegen personeller Engpässe nicht nutzen. So muss man nun die Saison mit einer Mammutaufgabe abschließen. Und immer noch fragen sich die beiden Kontrahenten, ob diese "Verlängerung der Verlängerung" noch einen zählbaren Nutzen hat, ob der Gewinner aus beiden Begegnungen am Ende wirklich in der 3. Liga bleiben kann.

Andererseits wollen sich weder die TSH noch SFN Vechta später nachsagen lassen, dass man sich nicht um diesen letzten Strohhalm seriös bemüht hätte, zumal alle vier in der Relegation befindlichen Teams (Chemnitz und Altlandsberg konnten sich bekanntlich qualifizieren) in der nächsten Saison ganz sicher nichts mit dem Abstieg zu tun haben dürften.

Allerdings muss das Trainer-Team Klaus Watzinger und Mirko Scholten auch am Donnerstag wieder improvisieren, denn während Lisa Neumann und Sarah Stephan diesmal wohl wieder dabei sind, ist die Rückenverletzung bei Carole Mittelheisser neuerlich aufgebrochen. Auch der Einsatz von Laila Schneidereit ist gefährdet, nachdem sich ihre im Vorrundenspiel gegen Kandel zugezogene massive Schulterverletzung durch den zuletzt erforderlichen Dauereinsatz wieder bemerkbar macht.

Spielerisch konnte man am letzten Samstag ja lange Zeit mithalten, allein die nachlassenden Kräfte der dezimierten Mannschaft, sowie eine Fehleinschätzung der überragenden Linkshänderin Leonie Wöbking auf Seiten Vechtas verhinderten einen Erfolg in eigener Halle.

Der SFN muss zwar auch im Rückspiel auf Topspielerin Tina Schwarz verletzungsbedingt verzichten. Trotzdem schwant einem nichts Gutes angesichts ihrer Heimstärke. So verkündet Watzinger zwar, dass "wir alles versuchen werden, erfolgreich zu bestehen". Davon unabhängig ist es ihm aber ein Anliegen, über diesen Weg "allen zu danken, die unsere schwere Saison mitgetragen haben".