Bericht vom Aufstiegsspiel der Damen II

Damen II krönen eine geniale Saison

Am letzten Spieltag der BOL Saison 2017 / 2018 kam es zum großen Showdown in Herzogenaurach. Die beiden besten Mannschaften trafen im Spitzenspiel aufeinander, um die Meisterschaft auszuspielen. Dabei setzten sich die Damen II überzeugend durch und schickten die SG Naabtal mit einer 35:18 (15:12) Klatsche nach Hause.

Spannend wie nie ging es dieses Jahr in der Bezirksoberliga Ostbayern zu. Erst am letzten Spieltag sollte sich entscheiden, wer dieses Jahr die Krone aufgesetzt bekommt und den Aufstieg in die Landesliga feiern darf. Man hätte das Drehbuch nicht besser schreiben können – im direkten Duell traf die Damen II der TSH als Tabellenführer auf den Zweitplatzierten aus Naabtal. Nur einen Punkt trennten die beiden Mannschaften vor diesem entscheidenden Spiel. Die Anspannung und Vorfreude war bereits die gesamte Trainingswoche bei der Mannschaft und im gesamten Umfeld spürbar. Man trainierte hoch konzentriert und das Trainergespann um Steffi Mittasch und Udo Hermannstädter bereiteten die Damen II sehr gut auf den Gegner vor. Alle Spielerinnen wollten beweisen, dass sie zu Recht die gesamte Saison die Tabellenführung innehatten. Die Kritik der Gäste an der TSH in deren Vorbericht wirkte dabei nur umso motivierender. Unterstützung leisteten in diesem Spiel Alina Erdmann, die aufgrund einer Fußverletzung in den letzten Wochen nicht zum Einsatz kommen konnte, und die Langzeitverletzte Vicky Egle. Per Videobotschaft drückte aber die gesamte Drittligamannschaft von ihrem Auswärtsspiel aus die Daumen. Komplettiert wurde der Kader durch die zurückgekehrten und erfahrenen Spielerinnen Nadja Tegel-Müller und Lena Mergner.

In der Ansprache vor dem Spiel motivierte Trainer Udo Hermannstädter seine Mannschaft. Er wollte eine geschlossene Mannschaftsleistung sehen – ob auf dem Feld oder auf der Bank. Unabhängig vom Spielstand sollten die Mädels vom Beginn bis zum Ende der Partie alles geben, um diese Saison mit einer schönen Leistung abzuschließen. Auch wenn die Gäste aus Naabtal nach eigenen Angaben ersatzgeschwächt antreten mussten, durfte man diese Mannschaft nicht unterschätzen. Besonderes Augenmerk sollte auf die wurfstarke Linkshänderin gelegt werden, der man mit Alina’s Monsterblock den Zahn zog. Unterstützt von zahlreichen Fans machten die TSHlerinnen von Beginn der Partie an klar, dass es an diesem Tag nur einen Gewinner geben konnte. Die Schuhstädterinnen starteten furios und führten nach 8 Minuten bereits mit 5:0. Nervosität, technische Fehler und einige übermotivierte Aktionen verhinderten eine frühe Vorentscheidung. Trotz mehrfachen klaren Führungen (5:0, 12:6) ließ man die Gäste immer wieder herankommen. Beim Stand von 15:12 ging man in die Halbzeitpause, in der sich Udo Hermannstädter zwar zufrieden zeigte, aber von seiner Mannschaft mehr Disziplin und Konzentration in den Aktionen forderte.

Und die Damen II kamen umso stärker und mit einem unbändigen Willen aus der Kabine zurück. Die anfängliche Nervosität konnte abgelegt werden und es folgte das beste Spiel der Saison. In der Abwehr und im Angriff gelang der „Wundertüte“ nun fast alles. Hinten stand man betonfest und ließ die Gäste verzweifeln. Zahlreiche Ballgewinne konnten über sehenswert vorgetragene Tempogegenstöße in Tore verwandelt werden. Im Angriff spielte man temporeich, druckvoll und variabel. Unter Regie der Spielmacherinnen Vicky Egle und Svenja Reis wurden immer wieder hervorragende Torchancen herausgespielt. Alle Spielerinnen bekamen dabei ihre Spielzeiten und erfüllten ihre Aufgabe beeindruckend. Dabei zeigte sich auch wieder was die Wundertüte in dieser Saison so erfolgreich und für den Gegner schwer ausrechenbar machte. Von allen Positionen aus strahlte man Torgefahr aus. Trotz klarer Führungen (21:14, 28:15, 32:16) ließ man keine Minute nach. Am Ende krönten die Damen II diese hervorragende Saison mit einem deutlichen 35:18 Sieg und feierten lautstark die verdiente Meisterschaft. Mit 595 geworfenen Toren stellte man den besten Angriff und mit 406 Toren die kompakteste Abwehr der gesamten Liga.

Es war ein wunderbarer Abschluss einer außergewöhnlichen Saison. Besonders hervorzuheben ist die gesamte Entwicklung im Damenbereich. Dank toller Kooperation wuchsen Damen I und Damen II enger zusammen und alle Beteiligten leisteten ihren Beitrag zu diesem Erfolg. Allen voran natürlich das Trainergespann Mittasch und Hermannstädter, die das Spiel der Wundertüte umstellten und ihre Spielerinnen individuell weiterentwickelten. Die jungen Spielerinnen der Damen I, die über die Saison hinweg Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammelten, zeigten sich stets motiviert. Und auch Trainer Klaus Watzinger stellte immer wieder seine Spielerinnen zur Verfügung und unterstütze die Damen II. Vielen Dank dafür! Diese Saison hat gezeigt, was erreicht werden kann, wenn Trainer, Funktionäre und Spielerinnen an einem Strang ziehen. Dieser Zusammenhalt ist es, der die Basis für die nächste Saison in der Landesliga bilden soll.

Die Wundertüte möchte sich ganz herzlich bei ihren Trainern, bei Christine Odemer, den treuen Fans, ihrem fleißigen Kampfgericht und allen anderen Beteiligten bedanken und freuen sich darauf alle gemeinsam nächste Saison in der Landesliga anzugreifen! Bis dahin drücken die Mädels aber jetzt noch fest die Daumen für die Damen I, die in den nächsten Wochen um den Verbleib in der 3. Liga kämpfen!

Stimmen zum Spiel:

Mannschaftsführerin Kerstin Orend: „Wir waren gut auf den Gegner vorbereitet und zeigten ein schönes Spiel zum Ende der Saison. Dank einer super Mannschaftsleistung konnten wir uns so selbst mit dem Aufstieg belohnen, was natürlich gebührend gefeiert wurde!“

Trainerin Steffi Mittasch: „Das war eine super Saison mit einem Wahnsinns-Endspiel. Die Mädels haben sich den Titel mehr als verdient und ich bin wahnsinnig stolz.“

Trainer Udo Hermannstäder: „Das war das beste Spiel meiner Mannschaft in dieser Saison! Diese Leistung hat Spaß gemacht. Es war der perfekte Abschluss und hat gezeigt was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Mein Dank gilt Steffi, Christine und Klaus für die tolle Zusammenarbeit und natürlich den Mädels, die alle zu 100% gebrannt haben und diesen Erfolg unbedingt wollten.“

Abteilungsleiterin Christine Odemer: „Ich freue mich sehr, dass die Saison dieser sympathischen „Wundertüte“ mit dem Aufstieg gekrönt wurde. Sie haben es sich wirklich verdient und die ganze Abteilung ist stolz auf diese souveräne Leistung.“

TSH: Markus, Albrecht (beide Tor), Krämer (4), Kräck (3), Schilmeier, Reis (4), Willert (6/2), Egle (5), Hentschke (3), Erdmann (4), Tegel-Müller, Denkl (1), Orend (2), Mergner (3) außerdem Steinbeißer, Wittmann, Plutz.

V.Willert