Vorbericht zum Spiel der Damen I in Haunstetten

Für einen Klassenerhalt müssen die Damen über sich hinauswachsen

Die Handballsaison in der 3. Liga Süd neigt sich dem Ende zu. Die Herzogenauracher Damen zeigten bislang eine starke Entwicklung, belohnten sich aber zu selten mit einem Sieg. Nun benötigen sie für den direkten Klassenerhalt neben drei Punkten aus zwei Spielen auch die Schützenhilfe anderer Mannschaften. Doch zunächst müssen die eigenen Aufgaben erledigt werden und diese verlangen den Schützlingen von Mirko Scholten und Klaus Watzinger alles ab. Die verbleibenden zwei Partien finden gegen keinen geringeren als den Meisterschaftsanwärter TSV Haunstetten sowie den aktuell Tabellendritten SG BBM Bietigheim II statt. Doch in der Hinrunde gelang Herzogenaurach gegen eben diese Gegner eine Überraschung. Drei Punkte erkämpften sie sich in den beiden Spielen. Diesen Coup wollen sie natürlich wiederholen.

Am Samstagabend tritt die Turnerschaft in Haunstetten an. Der letztjährige Zweitligist steht selbst unter Zugzwang. Um an der Aufstiegsrelegation teilnehmen zu dürfen, muss er mindestens Zweiter werden. Doch die beiden Reservemannschaften Bietigheim und Metzingen sind bis auf einen Punkt herangerückt. Erst letzte Woche ließen die Haunstetter bei einer 29:31- Niederlage wichtige Punkte in Regensburg liegen.

Zudem haben die Schwaben aus dem Hinspiel in Franken eine Rechnung offen, die sie gerne begleichen möchten. Damals überraschten die Herzogenauracher die Schwaben mit einem 26:20 Sieg. Trainer Herbert Vornehm haderte nach der Partie mit der schwachen Leistung seiner Damen, die keinen Zugang zum Spiel fanden. Herzogenaurach dagegen zeigte eines seiner besten Spiele der letzten Jahre und holte sich verdient die Punkte.

Auf dem Papier dagegen sind die Rollen klar verteilt. Nicht nur, dass Haunstetten an der Spitze der Tabelle steht, während Herzogenaurach den zehnten Rang belegt, auch der Kader der Augsburger ist gespickt mit erfahrenen Bundesligaspielerinnen. Angeführt von der Ex-Cluberin Annika Schmid über die dynamische Regisseurin Patricia Horner bis hin zur torgefährlichen Sabrina Duschner auf Rechtsaußen ist Haunstetten auf jeder Position herausragend besetzt. Herauszuheben ist zudem die ehemalige Jugend- und Junioren-Nationalspielerin Sarah Irmler, die auf der Königsposition im linken Rückraum für Torgefahr sorgt.

So wird es für Herzogenaurach keine leichte Aufgabe sein gegen die heimstarken Schwaben einen Sieg einzufahren. Doch unmöglich ist die Aufgabe nicht. Trainer Klaus Watzinger: „Wir fahren nach Haunstetten, um zu gewinnen. Ich erwarte ein heftiges Spiel, da auch Haunstetten unter Druck ist.“ Schon in der Hinrunde haben die Damen von der Aurach mehrfach gezeigt, dass sie gerade gegen die Spitzenteams hellwach sind und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung entfesselt aufspielen können. Die Einstellung und der Kampfeswillen stimmen, zuweilen fehlt es an die Routine und Cleverness, um ein Spiel für sich zu entscheiden. In Laura Wedrich, Lisa Neumann und Saskia Probst haben die Herzogenauracher Spielerinnen in ihren Reihen, die den Unterschied ausmachen können. Zudem steht mit Martina Ebersberger eine überragende Torfrau zwischen den Pfosten. Entscheidend wird die Tagesform sein. Wenn alle ihr Leistungspotential abrufen können, wird es ein heißer Kampf um die Punkte.

L.Mergner