Vorbericht zum Spiel der Damen I in Freiburg

Mit Zuversicht nach Freiburg

Nach den beiden wichtigen doppelten Punktgewinnen aus den letzten zwei Spielen, erwartet die Turnerschaft eine weite Auswärtsfahrt nach Freiburg. Am Samstagabend trifft sie in Südbaden auf den Viertplatzierten der 3.Liga Süd, die HSG Freiburg.

Während einige Spielerinnen nach ihren Verletzungen wieder erste Trainingseinheiten absolvieren können, verletzte sich Kreisläuferin Kristin Lang im Training unglücklich am Fuß. Ihr Ausfall wäre eine erhebliche Schwächung für die Handballdamen. Sowohl im Innenblock als auch am Kreis zeigt sie über die gesamte Saison hinweg eine herausragende Leistung. Wer und ob von den angeschlagenen Spielerinnen bereits jemand auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig. Trainer Klaus Watzinger ist dennoch zuversichtlich: „Natürlich haben wir einen dünnen Kader, aber alle Spielerinnen, die auf der Platte sind, werden ihr Bestes geben. Wichtig ist, dass wir kräftemäßig durchhalten und auch in der zweiten Halbzeit noch zulegen können.“ So gilt es, das Tempo zu kontrollieren und taktische Anweisungen gezielt umzusetzen.

In den verbleibenden vier Spielen möchte die Herzogenauracher Mannschaft möglichst viele Punkte herausholen. Der Kampf um den direkten Klassenerhalt ist weiterhin offen, jedoch muss die TSH nun auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Der zehnte Platz, der zu einer möglichen Relegation qualifiziert, ist den Herzogenaurachern bereits sicher. Doch darauf möchte sich der Aufsteiger nicht verlassen, vielmehr sollen mit der guten Stimmung und wiedererarbeiteten Sicherheit im Rücken Erfolgserlebnisse gesammelt werden. Mit neu gewonnenem Selbstbewusstsein gehen die Schuhstädter in die Partie gegen Freiburg.

Aus dem Hinspiel wissen die Herzogenauracher, dass sie auf Augenhöhe mit dem Spitzenteam spielen können. In einem eng umkämpften Spiel, musste sich die TSH damals knapp mit 22:25 geschlagen geben.

Gegner Freiburg hat in Nadine Czok (Jahrgang 1997) eine überragende Spielerin. Mit 157 geworfenen Toren führt sie die Torschützenliste der 3.Liga Süd an und ist zudem vom 7m-Punkt eine sichere Schützin. Mit ihrer Dynamik zieht Czok die Abwehrspielerinnen auf sich und eröffnet mit ihrer Spielübersicht Raum für die Mitspielerinnen. Aber auch weitere Spielerinnen, wir Rückraum Anna Franziska Gempp, die im letzten Spiel gegen Regensburg sieben Tore warf, strahlen Torgefahr aus.

Das in dieser Saison neuformierte Team von Trainer Ralf Wiggenhauser spielt eine starke Runde. Herzogenaurach wird alles in das Spiel hineinwerfen und versuchen über die Emotionen ins Spiel zu kommen. Nach der langen Busfahrt gilt es den Start nicht zu verschlafen und Schwächephasen zu vermeiden.

Mit den positiven Erfahrungen aus den letzten Spielen ist vielleicht auch beim schweren Auswärtsspiel etwas Zählbares zu holen. Danach können die Damen über das spielfreie Osterwochenende wieder Kräfte sammeln und sich auf die heiße Phase im Kampf um den Klassenerhalt einstellen.

L.Mergner