Vorbericht zum Spiel der Damen I in Waiblingen

Rettender Platz zum Greifen nahe
Herzogenauracherinnen haben Chance auf Drittliga-Klassenerhalt

Fünf Spieltage vor Saisonende halten die Herzogenauracher Damen weiterhin Anschluss an die ersten Nichtabstiegsplätze. Nur ein Zähler trennt sie vom rettenden 9. Tabellenplatz. Am heutigen Samstag haben die Handballdamen die Chance den Tabellennachbarn TSG Ketsch II zu überholen.

Dafür ist aber zugleich eine Niederlage der Badener gegen die Bundesligareserve des TuS Metzingen Voraussetzung und gleichzeitig ein Sieg der TSH bei Tabellenschlusslicht FSG Waiblingen-Korb II Pflicht.

Die Waiblinger sind mit nur einem Sieg bereits so weit abgeschlagen, dass sie rechnerisch den Klassenerhalt nicht mehr erreichen können. Im Gegensatz dazu haben die Herzogenauracher noch alle Karten in der Hand, um auch ein weiteres Jahr in der dritthöchsten deutschen Liga auf Torejagd zu gehen. Dass sie sich in dieser Liga wohlfühlen, haben sie im letzten Spiel gegen den ESV Regensburg einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Mit dem bayerischen Derbysieg im Rücken wollen die Franken trotz großer Personalsorgen selbstbewusst ins Schwabenland reisen. Mit der Verletzung von Linksaußen Sarah Stephan müssen die TS-Damen den Ausfall einer weiteren Stammspielerin verkraften. Diesen zu kompensieren wird die Mannschaft erneut vor eine Herausforderung stellen. Auch wenn Trainer Klaus Watzinger sehr zufrieden mit den Leistungen der Spielerinnen ist, die sich auf neuen Positionen und mit neuer Verantwortung zurechtfinden: "Vor allem im Spielaufbau sind wir viel sicherer geworden, der ausgedünnte Kader rückt enger zusammen und wir kämpfen noch mehr um jeden Meter."

Psychologischer Vorteil
Ein weiteres Erfolgserlebnis wäre wichtig für den Kopf. Gegen Ende der Saison bestehen noch gute Chancen den einen oder anderen Punkt einzusammeln. Für manche Gegner geht es tabellarisch um nichts mehr und so könnte die TSH den psychologischen Vorteil haben.

In Waiblingen wollen die Schützlinge von Mirko Scholten und Klaus Watzinger über eine stabile Abwehr mit einer starken Martina Ebersberger im Tor ins Spiel kommen. Außerdem soll über ein konsequentes Tempospiel der Gegner von Anfang an unter Druck gesetzt werden. Hierbei vertraut Watzinger auch auf die hervorragenden Gegenstoßpässe Ebersbergers, die die Außen zu leichten Toren verwandeln. Und natürlich soll der Schwung aus dem letzten Sieg nach Waiblingen mitgenommen werden: "Gegen Regensburg hat alles gepasst, besser kann es kaum laufen. Den unbedingten Siegeswillen wollen wir mitnehmen."

Die mannschaftliche Geschlossenheit und die volle Konzentration bis zum Schlusspfiff waren gegen Regensburg wichtige Faktoren für den Sieg. Wie schon in den letzten Spielen liegt der Fokus auf dem eigenen Spiel und nicht auf der taktischen Einstellung auf den Gegner.

Reservemannschaften sind ohnehin meist schwer auszurechnen, da sie mit wechselnder Besetzung spielen. Am Samstag spielt die erste Mannschaft zeitgleich in Mainz, daher werden wohl dieses Mal keine Spielerinnen aus dem Bundesligakader mit von der Partie sein. Das könnte sich für die Herzogenauracher positiv auswirken. Auf jeden Fall positiv dürfte die Erinnerung an das Hinspiel sein, bei dem die Turnerschaft ihren zweiten Heimsieg in der 3.Liga feierte.

Lena Mergner