Vorbericht zum Heimspiel der Damen I gegen ESV Regensburg

Alina Erdmann hatte sich als Kreisläuferin ins Team gespielt, nun beendet eine Verletzung ihren Höhenflug. ©Giulia Iannicelli

Personalsorgen vorm Bayernderby
Damen I treffen am Sonntag auf Regensburg

Bayerisches Derby für die TS-Handballerinnen: Am Sonntag empfangen sie den ESV 1927 Regensburg in der 3. Liga Süd. Anwurf ist um 16 Uhr in der Gymnasiumhalle.

Während die Rahmenbedingungen mit Grippewelle und Verletzungspech nicht optimal sind, fiebert die Mannschaft dem Spiel entgegen. Laut Trainer Klaus Watzinger sind die Spielerinnen fokussiert und freuen sich auf das Derby, das immer ein besonderes Spiel ist: "Wir wollen einmal mehr zeigen, dass wir in dieser Liga angekommen sind und versuchen die Verletzungen von Nina Bestle und Jana Lichtscheidel so gut es geht zu kompensieren."

Die beiden Rückraumspielerinnen, die in der laufenden Spielzeit zu unersetzlichen Führungsspielerinnen des Teams wurden, fehlen ebenso wie die Langzeitverletzen Carole Mittelheisser und Viktoria Egle. Auch Alina Erdmann fällt noch mit einem Knöchelbruch aus – dafür wird sich Lena Mergner, die ihre Karriere eigentlich schon beendet hatte, wohl noch einmal auf die Bank setzen.

In den vergangenen Spielen haben die Herzogenauracherinnen mehrfach ihre Entwicklung unter Beweis gestellt. Die Verletzung der Schlüsselspielerinnen hat nun zu einer Umstellung des Teams geführt, das noch nicht die gewohnte Routine und Kontinuität erreicht hat. So wird es die Aufgabe sein, so schnell wie möglich an die gezeigten starken Leistungen anzuknüpfen.

Amelie Theobald, Lisa Neumann und die wieder ins Team geholte Steffi Mittasch nehmen die Verantwortung im Rückraum an. Zudem hat die 20-jährige Laura Wedrich in den letzten Spielen ihre Trefferqualität gezeigt. Watzinger möchte keine Spielerin hervorheben, er wünscht sich, dass das Team positiv ins Spiel geht: "Wir wollen über die Emotionen ins Spiel finden, nicht aufgeben und um jeden Zentimeter fighten. Die taktische Ausrichtung ist in diesem Spiel untergeordnet. Wir freuen uns auf ein spannendes Spiel und hoffen mit der Unterstützung unserer Zuschauer auf eine Überraschung."

Die Regensburger sind sicherlich nicht der leichteste Gegner, um mit einer neuformierten Besetzung ein Erfolgserlebnis zu erzielen. Punktgleich mit dem Tabellenvierten rangiert der ESV auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Schützlinge von Trainerduo Stefan von Frankenberg und Ingo Gömmel spielen eine solide Saison und konnten sich frühzeitig im gesicherten Mittelfeld festsetzen.

Das Hinspiel, das alles zu bieten hatte, was ein Derby ausmacht, konnte der ESV klar mit 31:25 für sich entscheiden. Regensburg pflegt eine aggressive Abwehr zu spielen, die das Ziel hat, das gegnerische Angriffsspiel frühzeitig zu "zerstören". Im Gegenzug kommen sie über schnell vorgetragene Ballstafetten und einen dynamischen Positionsangriff zu ihren Toren.

Das führt dazu, dass die Oberpfälzerinnen mit 473 Treffern die zweitbeste Offensive der Liga vorzuweisen haben (TSH: 387), sie aber auch bereits 454 Tore kassiert haben, die TSH nur 414.

Hervorzuheben sind neben der klug Regie führenden Natascha Weber auch Linkshänderin Franziska Peter, die zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft gehört. Doch die Stärke der Oberpfälzer ist ihr ausgeglichenes Team Die Regensburger gehen als Favorit in die Partie, doch bekanntlich haben Derbys ihre eigenen Gesetze.

Bericht aus "Nordbayerische Nachrichten" von L.Mergner
Foto: Giulia Iannicelli