Bericht vom Heimspiel der Herren I gegen Sulzbach/Rosenberg

Deutlicher Sieg erst im Schlussspurt
In einem lange ausgeglichenen Spiel ziehen die TSH-Herren die Zügel Mitte der zweiten Halbzeit an und sorgen mit acht Toren am Stück für die Entscheidung.

Nach dem Rückschlag in Nabburg fanden die Bezirksoberliga-Handballer der TS Herzogenaurach in eigener Halle wieder in die Spur und knüpften an die guten Leistungen der Vorwochen an. Der deutliche Sieg gegen die zweite Garde des HC Sulzbach/Rosenberg resultierte vor allem aus einem Acht-Tore-Lauf Mitte der zweiten Halbzeit, der den davor weitgehend auf Augenhöhe spielenden Gästen den Zahn zog.

TS Herzogenaurach - HC Sulzbach/Rosenberg II 35:26
Zunächst sah es nicht nach einem solch deutlichen Erfolg aus. Zwar machten die Gastgeber einen 0:2-Rückstand wieder wett, schafften es jedoch nicht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Vielmehr entwickelte sich ein verbissen geführter Schlagabtausch, bei dem die Führung zwei-, dreimal wechselte, sich jedoch keines der Teams auf mehr als zwei Tore absetzen konnte. Fünf Minuten vor der Pause - Jürgen Wonner traf zum 14:13, nachdem Jörn Marks einen Siebenmeter vergeben hatte - sah sich Trainer Ingo Kundmüller zu einer Auszeit veranlasst, da die erste Zwei-Minuten-Strafe der Partie sein Team betraf, die knappe Führung jedoch nicht aus der Hand gegeben werden sollte. Die taktische Anweisung fruchtete, Marco Jonas baute den Vorsprung per Doppelschlag auf 16:13 aus.

Ein kurzes Aufbäumen
Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit liefen für die Herzogenauracher nach Plan, die Führung schwankte zwischen zwei und vier Treffern. Doch die tabellarisch unter Zugzwang stehenden Gäste ließen sich nicht abschütteln und bliesen - angeführt von Zehnfach-Torschütze Markus Plößl - zur Aufholjagd. Doch näher als bis auf 20:19 (39.) kamen die Oberpfälzer nicht mehr heran. Die Hausherren traten aufs Gaspedal und legten - begünstigt durch eine Zeitstrafe gegen die HC-Reserve einen Acht-Tore-Lauf hin, der für die Entscheidung sorgte. Beim Zwischenstand von 28:19 (48.) war die Messe gelesen. An den neun Toren Unterschied zwischen den Kontrahenten änderte sich bis zum Schluss nichts mehr, auf Herzogenauracher Seite taten vor allem Jörn Marks und auch Jürgen Wonner noch etwas für das Torverhältnis.

Kundmüller zeigte sich hinterher zufrieden, hatte sein Team doch über weite Strecken seine Vorgaben umgesetzt. "In der Abwehr waren wir noch etwas zu passiv, aber im Spiel nach vorn waren wir agiler, haben druckvoll agiert, unsere Angriffe sauber zu Ende gespielt und unsere Torchancen wieder besser genutzt."

TSH: Kammerer, Mayer - Theiss (1), Hirning (4/3), Wayand (2), Janson (2), Wonner (7), Bellmann (3), Freund (1), Auer (1), Jonas (5), Marks (9/2), Hagen

Bericht aus "Fränkischer Tag"