Bericht vom Heimspiel der Damen II gegen Amberg

Im Anflug auf die Landesliga? Peggy Hentschke und die zweite Handballdamenmannschaft ! Foto Horst Linke

Frauen-Power aus der Aurachstadt
Im Schatten der Drittligahandballerinnen der TSH ist die "Zweite" auf Aufstiegskurs

Der Frauenhandball boomt derzeit in Herzogenaurach: Etwas im Schatten des Drittligateams der Turnerschaft sorgt derzeit die "Zweite" ebenfalls für Furore.

Während die Aufsteigerinnen in die dritte Bundesliga von Spieltag zu Spieltag mit großem Engagement um den Klassenverbleib bemüht sind, mausert sich die "Reserve" des Vereins gerade zum heißen Aufstiegskandidaten in der Bezirksoberliga Ostbayern. Und dies nicht etwa im "Verborgenen", denn inzwischen finden sich auf der Tribüne fast schon so viele Besucher ein wie in den Anfängen der ersten Mannschaft bei ihren Bayernliga- Begegnungen. So auch am vergangenen Sonntag, als man den Tabellen-Siebten HG Amberg empfing und in einer ansprechenden Begegnung letztlich mit 26:16 Toren (Halbzeit 15:7) der Favoritenrolle gerecht wurde.

"Ich freue mich zu sehen, wie sich die Damen von Spiel zu Spiel durchbeißen und dies auch meist ohne Unterstützung aus der ersten Mannschaft. Hier hat sich eine super Truppe gebildet nicht zuletzt auch dank des Trainergespanns Udo Hermannstädter und Steffi Mittasch", erklärt Abteilungsleiterin Christine Odemer.

Dass ausgerechnet in dieser Begegnung mit Laila Schneidereit und kurzzeitig Laura Wedrich dann doch zwei Akteure aus dem Watzinger-Team aushalfen, lag primär daran, dass vor allem Schneidereit nach vielen Wochen der verletzungsbedingten Pause Spielpraxis benötigte. Aber auch dies belegt, wie sehr sich die Situation im weiblichen Teil der Abteilung zum Positiven gewandelt hat, denn während man zuvor höchstens "nebeneinander" demselben Hobby nachging, kann die TSH heuer auf ein erfreuliches Miteinander speziell dieser Teams verweisen.

Dazu Hermannstädter, in der Abteilung für die Frauen zuständig: "Dies ist nicht nur ein Verdienst aller Spielerinnen, sondern auch auf die prima Zusammenarbeit zwischen den Trainern Klaus Watzinger mit Steffi Mittasch zurückzuführen". Der erfahrene Coach ist auch sehr angetan von dem erfolgreichen Trainergespann mit Mittasch, inzwischen B-Lizenzinhaberin, die nicht nur selbst auf dem Spielfeld die Zügel in Händen hält, sondern dies auch notfalls im "Alleingang" zu lösen versteht, wenn Hermannstädter gerade Aufgaben rund um die "Erste" wahrnimmt, oder aber als Schiedsrichter unterwegs ist.

Dies war auch gegen Amberg der Fall, sodass man noch kurzentschlossen Lena Mergner, viele Jahre erfolgreiche Kreisläuferin, zum Coachen auf die Wechselbank bat. Da Mittasch aber nur die ersten zehn Minuten auf dem Feld agierte (Spielstand da 8:3), konnte man hernach gemeinsam die Mannschaft betreuen. Gegner HG Amberg zeigte immer wieder gute Spielansätze, verfügte über eine starke Torfrau sowie zwei wurfstarke Rückraumakteure. Dies reichte zwar nicht für eine echte Siegchance, zumal die TSH-Abwehrformation bestens eingestellt war, doch immerhin bot man fast durchgängig Paroli.

Die TSH verstand es jedoch bei Bedarf immer wieder über Tempo- Gegenstöße oder auch mit kraftvollen Rückraumwürfen für klare Verhältnisse zu sorgen. Und dass sich fast alle Akteure am Torreigen beteiligten, zeigt die bemerkenswerte Ausgeglichenheit dieser Teams.

Bei fünf Punkten Vorsprung auf den Zweiten SG Naabtal und noch sieben ausstehenden Spielen könnte man schon mal die Landesliga thematisieren, doch davon will man noch nichts wissen: "Wir lassen das auf uns zukommen, denken nur von Spiel zu Spiel", so die Verantwortlichen unisono.

TSH II: Albrecht, Markus; Krämer 6, Kräck 2, Willert 3, Hentschke 2, Wittmann 1, Merz 2, Schneidereit 3, Wedrich 2, Denkl 3, Orend, Steinbeißer 1, Mittasch 1.

VOLKER SCHNELLER
© Foto: Horst Linke