Vorbericht zum Heimspiel der Damen I gegen TSG Ketsch II

Der Kampf um den Klassenerhalt beginnt

Ketsch, Kandel, Möglingen, OBK. Die nächsten vier Spiele können der TSH im Kampf um den Klassenerhalt wertvolle Punkte einbringen.

Erster Gegner aus den Reihen der direkten Konkurrenten ist am Wochenende die TSG Ketsch II, die Reserve des Zweitligisten Kurpfalz Bären. Anpfiff ist zur ungewohnten Zeit bereits am Samstag um 16:00 Uhr, wie gewohnt in der Gymnasiumshalle.

Nach den Erfolgserlebnissen gegen die Spitzenmannschaften der 3. Liga Süd, ist es nun an der Zeit, sich von den Tabellennachbarn abzusetzen. Dies soll zunächst gegen Ketsch gelingen.

Ketsch ist momentan punktgleich mit den Herzogenaurachern und hat nur wegen der Hinspielniederlage im direkten Vergleich das Nachsehen. In der Vorrunde gewannen die Herzogenauracher Damen spektakulär durch einen Treffer von Torhüterin Martina Ebersberger in letzter Sekunde. So spannend wie bei ihrem ersten Punktgewinn in der neuen Liga wollen es die Schuhstädter aber nicht noch einmal machen.

Für Trainer Klaus Watzinger ist es ein Aufeinandertreffen, bei dem die Herzogenauracher nicht die Außenseiterrolle einnehmen: „ Es ist ein wichtiges Spiel, dass wir gewinnen wollen. Wir können gegen jeden Gegner bestehen, das haben wir gezeigt. Nun wollen wir unsere verbesserte Konstanz ins Spiel einbringen.“ Doch auch der Gegner hat sich im Laufe der Saison stark entwickelt. Die Ketscher Bären, wie sie genannt werden, spielen über 60 Minuten einen konsequenten Tempohandball, der aber auch den einen oder anderen Fehler mit sich bringt.

Trainer Klaus Watzinger erwartet von seinem Team, dass es das Spieltempo clever variiert und schnell zurückläuft, um die Gegner nicht zu einfachen Toren kommen zu lassen. Außerdem muss die Abwehr geschlossen zusammenarbeiten, um den Gegner in den Griff zu bekommen. Mit den zweitligaerfahrenen Lara Eckhardt, Lea Marmodee und Kreisläuferin Elena Fabritz haben die Baden starke Akteurinnen in ihren Reihen. Ketsch spielt einen „schnellen Ball“, beherrscht komplexe Auslösehandlungen aus Kreuz- und Einlaufbewegungen und zieht mit Druck zum Tor. Bis auf Eckhardt, die auch aus der Distanz immense Torgefahr ausstrahlt, suchen die meisten Spielerinnen den Weg durch die Abwehr. Um dagegenhalten zu können, müssen sich die TSH-Damen einmal mehr auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit und kämpferische Einstellung verlassen können.

Auf der Gegenseite erwartet die Herzogenauracher Damen eine offensive Abwehrformation. Hier wird auch das Spiel mit den Kreisläufern von Bedeutung sein. Kristin Lang hat bereits in vielen Spielen gezeigt, dass sie nicht nur im Abwehrinnenblock eine unersetzliche Stütze ist, sondern auch im Angriff mit Lauf- und Sperrbewegungen Räume für sich und ihre Mitspieler erkämpft. Mit Alina Erdmann hat das Trainerteam Klaus Watzinger/Mirko Scholten zudem eine immer stärker werdende Alternative auf der Kreisposition. Auch Rechtsaußen Saskia Probst rückt nach ihrer verletzungsbedingten Pause wieder in den Kader. Watzinger ist zufrieden mit seiner Mannschaft: „Alle Spielerinnen sind fit und machen einen guten Eindruck. Jetzt müssen wir’s am Samstag noch auf die Platte bringen.“

L.Mergner