Bericht vom Spiel der Damen II gegen Nabburg/Schwarzenfeld

Happy New Year!

Nach fünf spielfreien Wochenenden durften die Damen II am Sonntagnachmittag gegen Nabburg/Schwarzenfeld endlich wieder aufs Spielfeld und konnten sich in einem packenden Spiel knapp mit 22:21 (6:11) durchsetzen.

Bevor es nach dem wohl verdienten Weihnachtsurlaub wieder in die Halle ging, traf sich die Damen II erstmals Anfang Januar zum etwas anderen Trainingslager in Österreich. Die Vorbereitung auf die anstrengende Rückrunde begann dort – sowohl auf als auch neben der Piste – durchaus vielversprechend. Bereits nach diesem Wochenende fing jedoch die Erkältungswelle an, die bis zum Spiel an diesem Wochenende verschiedenste Spielerinnen und auch Trainer Udo Hermannstädter treffen sollte. So bereitete man sich zwar konzentriert, aber leider fast nie vollzählig auf das schwere Spiel gegen den aktuell Dritt-Platzierten aus Nabburg / Schwarzenfeld vor. Eben diese Mannschaft war es, die der TSH die einzige Niederlage in der Hinrunde beibrachte. Im zweiten Spiel der Saison musste man sich im September 2017 mit 20:21 geschlagen geben. Den Siegtreffer erzielte damals in den letzten Sekunden Nathalie Fleischmann, die auch im Rückspiel wieder eine entscheidende Rolle spielen sollte.

Bereits vor Ankunft in der Halle war das Trainergespann aufgrund weiterer Krankmeldungen gezwungen ihre Taktik für das heutige Spitzenspiel anzupassen. Schützenhilfe leisteten dankenswerter Weise Laura Wedrich und Corinna Merz von den Damen I. In der Ansprache vor dem Spiel forderten die Trainer, dass alle Spielerinnen vollen Einsatz gegen die Gäste aus Nabburg / Schwarzenfeld zeigten. In der Abwehr sollte besonderes Augenmerk auf die starke Nathalie Fleischmann gelegt werden. Im Gegenzug wollte man schnelle Tore über die erste und zweite Welle erzielen. Hoch motiviert gingen alle Spielerinnen aufs Feld. Es entwickelte sich zunächst ein offenes Spiel bei dem sich bis zum 5:5 keine der beiden Mannschaften wirklich absetzen konnte. Leider verlor man in den nächsten Minuten etwas den Faden, bekam in der Abwehr keinen wirklichen Zugriff mehr auf den Gegner und schloss im Angriff zu schnell ab. So gelang es den Gästen aus Nabburg / Schwarzenfeld sich bis zur 16. Minute auf 5:9 abzusetzen. Das Trainerteam nahm die erste Auszeit und appellierte an die Mannschaft wieder konzentrierter und aggressiver zu arbeiten. Dies gelang in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit zwar – vor allem in der Abwehr – viel besser. Leider wollte der Ball trotz zahlreicher klarer Torchancen nicht im Netz der Nabburgerinnen landen. Nach 20 torlosen Minuten erzielte Laura Wedrich erst in der 29. Minute den nächsten Treffer für die TSH zum 6:11. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.

Um mehr Struktur in das Spiel der Damen II zu bringen, griff in der 2 Spielhälfte auch Trainerin Steffi Mittasch in das Spielgeschehen aktiv auf dem Feld ein. Und ihr Einsatz zeigte Wirkung! Bis zur 38. Minute glich die Heimmannschaft zum 12:12 aus. Positiv hervorzuheben ist dabei, dass dank guter Abwehrarbeit der TSH auch die Gäste aus Nabburg fast 20 Minuten ohne Torerfolg blieben (19. Minute bis 36. Minute). Durch diese Abwehrarbeit gelangen zahlreiche Ballgewinne, die über die erste und zweite Welle zu leichten Torerfolgen verwandelt werden konnten. So drehten die TSHlerinnen das Spiel, führten bis zu 44. Minute mit 3 Toren und 10 Minuten vor Schluss gar mit 20:16. Doch die Gäste aus Nabburg / Schwarzenfeld ließen trotz einer dezimierten Bank nicht nach und zeigten eine beeindruckende Moral. Sie nutzen die Schwächephase und zahlreiche unnötige 2-Minuten Strafen der TSHlerinnen und glichen in der 54. Minute sogar zum 20:20 aus. Das Rückspiel ähnelte dem Hinspiel stark. Schon damals gelang es den Damen II einen Rückstand aufzuholen und in einen Vorsprung umzudrehen. Leider lag das Glück damals noch bei den Nabburgerinnen. Dies sollte sich an diesem Tag in keinem Fall wiederholen! Unterstützt von zahlreichen und lautstarken Fans auf den Rängen kämpften die
Herzogenauracherinnen aufopferungsvoll und führten zur Schlusssirene mit 22:21. Doch dies sollte noch nicht das Ende dieses nervenaufreibenden Spiels sein. Aufgrund eines Fouls kurz vor Ende bekamen die Gäste noch einen 7m-Strafwurf zugesprochen. Zum Wurf trat die treffsichere 7m Schützin Nathalie Fleischmann an, die bisher alle Strafwürfe verwandeln konnte und die schon im Hinspiel die Niederlage für die TSH besiegelte. Doch diesmal hatte die TSH das glücklichere Händchen und Kira Knauer parierte den Wurf. Am Ende dieses Krimis jubelten damit die TSHlerinnen und verteidigten die Tabellenspitze.

Trainer Udo Hermannstädter fasste zusammen: „Das war ein echtes Herzinfarktspiel! Die Anzahl unserer Fehlwürfe hätte für zwei Spiele gereicht. Natürlich bin ich stolz auf die Mannschaft wie sie das Spiel gedreht hat, aber wir müssen über die gesamte Spieldauer konstanter in unserer Leistung werden. Die Einstellung beider Mannschaften hat heute gestimmt – mit dem glücklicheren Ende für uns! Aber auch Kompliment an die Gäste, die sich niemals aufgegeben haben.“

Nachdem nun alle Spielerinnen aus den diversen Weihnachtsurlauben zurück sind und hoffentlich die Erkältungswelle überstanden ist, heißt es in den nächsten Trainingseinheiten sich auf das kommende Wochenende vorzubereiten. Am Sonntag treten die Damen II bei der SG Rohr/Pavelsbach an, die derzeit mit 14:12 im guten Mittelfeld stehen und ebenfalls im ersten Spiel des Jahres 2018 punkten konnten.

TSH: Albrecht, Knauer (beide Tor) – Wedrich (2), Krämer (2), Kräck (2), Schilmeier, Reis (1), Willert (4/4), Wittmann (1/1), Mittasch (6), Merz, Orend (3/1), Steinbeißer (1), Denkl (n.e.).

V.Willert