Vorbericht zum Spiel der Damen I in Metzingen

Voller Motivation in die Rückrunde

28-32, so lautete das Ergebnis des ersten Spiels der Herzogenauracher Damen in der 3.Liga. Mit acht Toren Unterschied setzte es zuhause gegen den Mitaufsteiger TuS Metzingen zum Saisonstart erstmal einen Dämpfer. Damals wurde man zu Beginn des Spiels von der Härte und Spielweise in der neuen Liga überrascht. Doch das soll den Damen, wenn es nach ihrem Trainer Klaus Watzinger geht, nicht noch einmal gegen die Metzinger Mannschaft passieren.

Zum Rückrundenauftakt ist die TSH am heutigen Samstag zu Gast im Schwabenland, Anpfiff ist um 19:00 Uhr. Die Vorzeichen stehen nun anders als beim Hinspiel. Damals war es das erste Spiel in der neuen Liga, über den Gegner wusste man recht wenig und man war unsicher, was einen in der 3. Liga erwartet. Nun ist die Vorrunde vorbei und die Spiele im Video analysiert, das Team geht die Gangart der Liga mit und wird sich nicht mehr so leicht vom Gegner überraschen lassen.

Watzinger ist zufrieden mit den Trainingseinheiten während der spielfreien Zeit: „Wir haben richtig gut trainiert und gehen motiviert und gespannt in die Rückrunde. Klar ist, dass wir etwas erreichen wollen und an die guten Situationen aus dem letzten Jahr anknüpfen wollen. Nach der langen Pause wird das Spiel richtungsweisend für die Rückrunde sein.“

Hier gilt es für den aktuellen Tabellenneunten möglichst frühzeitig Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Die ersten Nichtabstiegsplätze sind hart umkämpft, gleich drei Mannschaften haben gemeinsam mit der TSH 9:13 Punkte. Darunter auch der TSV Kandel, der bereits auf dem ersten Abstiegsplatz logiert.

Kein leichter Punktelieferant wird dabei der heutige Gegner Metzingen sein. Als Bundesligareserve profitiert auch die zweite Mannschaft von den professionellen Strukturen des Vereins und so ist es nicht verwunderlich, dass die Schwaben aktuell den zweiten Tabellenplatz innehaben. Nur gegen die beiden Topteams aus Allensbach und Bietigheim mussten sie Niederlagen einstecken. Während im Hinspiel vor allem Delaila Amega mit ihren gewaltigen Rückraumwürfen und Vivien Bücs mit beeindruckender Dynamik für Torgefahr sorgten, ist unklar, wer dieses Mal aufläuft. Dass die erste Mannschaft parallel um den Einzug ins Pokal-Final-Four kämpft, könnte für die Herzogenauracherinnen von Vorteil sein.

Mit Stina Karlsson und Annika Ingenpass haben zwei weitere Spielerinnen sowohl in der ersten als auch zweiten Mannschaft Einsatzzeiten. Doch auch die Qualität des übrigen Kaders ist enorm. Mit Rechtsaußen Alexandra Kubasta und Mittelspielerin Olga Grosz-Savanyu sind weitere Spielerinnen in den Reihen der Metzinger, die jahrelang auf höchstem Niveau Handball gespielt haben und die junge Mannschaft mit ihrer Erfahrung bereichern. Mit welcher Mannschaft die „TusSis“ – wie sie sich selbst nennen – in der heimischen Öschhalle spielen, wird sich am Samstag zeigen.

Watzinger möchte sowieso lieber auf das eigene Spiel schauen und die eigenen Stärken und Chancen ausspielen. Und die Chancen sind da, hier ist sich der Herzogenauacher Coach sicher: „Wir wollen über eine konzentrierte Abwehrarbeit mit einer starken Torhüterin im Rücken ins Spiel finden, selbstbewusst und geduldig nach vorne spielen und erst die 100%ige Torchance nutzen.“ Erfreulich aus Herzogenauracher Sicht ist, dass Leila Schneidereit nach ihrer Schulterverletzung die Mannschaft wieder unterstützen kann.

L.Mergner