Bericht vom Heimspiel der Damen II gegen Mintraching/Neutraubling

Damen II im Wechselbad der Gefühle

Am Sonntagnachmittag konnten sich die TSHlerinnen gegen die Bayernligareserve aus Mintraching/Neutraubling mit 34:20 (12:14) durchsetzen und weitere wichtige 2 Punkte sammeln. Das klare Spielergebnis spiegelt dabei den Spielverlauf aber ganz und gar nicht wieder.

Im vorletzten Spiel der Hinrunde trafen die Damen II auf den derzeit 11t-platzierten Aufsteiger aus Mintraching/Neutraubling. Da man den Gegner bisher noch nicht kannte, wollten sich die TSHlerinnen ausschließlich auf die eigenen Stärken konzentrieren. Das Trainerteam um Mittasch und Hermannstädter forderten von der Mannschaft dabei vollen Einsatz und eine deutliche Verbesserung zur Leistung der Vorwoche in Regensburg. Der Gegner solle trotz der aktuellen Tabellensituation in keinem Fall unterschätzt und das Spiel ernst genommen werden. Leider konnten die Damen II ihr Können in der ersten Halbzeit dieser Partie in keinster Weise abrufen. Die Abwehr – in der Regel die Stärke der TSHlerinnen – war an diesem Tag viel zu löchrig und man agierte zu wenig konsequent. Dadurch und durch ein gutes Rückzugverhalten der Gäste fehlten den Damen II die wichtigen Tore über schnelle Gegenstöße. Dazu kamen zu viele technische Fehler und überhastete Abschlüsse im Angriff, sodass sich in der ersten Halbzeit keiner der beiden Mannschaften einen entscheidenden Vorsprung erarbeiteten konnte. Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte wurden die Seiten bei einem Rückstand von 12:14 gewechselt.

In der Halbzeitpause zeigte sich das Trainergespann sehr unzufrieden mit dem bisherigen Auftritt ihrer Mannschaft. Neben den Unkonzentriertheiten im Spiel übten die Trainer vor allem Kritik an der Einstellung der Mannschaft am heutigen Tag. Sie forderten viel mehr Einsatzwille und Kampfbereitschaft. Die Mannschaft müsse sich jedes Tor und jeden Punkt hart erarbeiten und sich bewusst sein, dass ihnen in dieser Liga nichts geschenkt werden würde. Und die Ansage zeigte Wirkung! Den Zuschauern auf der Tribüne präsentiere sich eine komplett veränderte Mannschaft und bot sich ein anderes Spiel. Angeführt von der nun auf dem Feld agierenden Trainerin Stefanie Mittasch wurde die Abwehr stabiler und im Angriff spielte man ruhiger und geduldiger. Die Gäste aus Mintraching/Neutraubling fanden in der zweiten Spielhälfte kaum noch ein Mittel gegen den Gastgeber. Durch einen 6- und einen 8-Tore Lauf setzen sich die TSHlerinnen ab und entschieden das Spiel letztendlich noch deutlich für sich. Am Ende hieß es auf der Anzeigetafel 34:20. Der klare Erfolg freut natürlich Mannschaft und Trainer, darf jedoch nicht über die schwache erste Halbzeit hinwegtäuschen. Trainer Udo Hermannstädter analysierte: „Die erste Halbzeit hat gezeigt was unserer Mannschaft noch fehlt – eine echte Führungsspielerin auf dem Feld, die – wenn nötig – in der Lage ist, ihre Mitspielerinnen zu beruhigen. Das Fehlen von Svenja Reis und Katrin Kräck (Kreuzbandriss) hat sich hier bemerkbar gemacht. Der Einsatz von Steffi Mittasch in der zweiten Halbzeit hat der Mannschaft zu mehr Stabilität verholfen und wir konnten dann endlich unser Spiel durchziehen und sind zu einfachen Toren gekommen.“

Nun heißt es in dieser Trainingswoche konzentriert zu trainieren und die Fehler aufzuarbeiten. Am nächsten Samstag kommt es im letzten Spiel der Hinrunde zu einem – nach aktueller Tabelle – Spitzenspiel. Die TSHlerinnen werden am Samstag um 17:00 Uhr bei der SG Naabtal zu Gast sein, die wie die TSH in der bisherigen Spielzeit nur 2 Minuspunkte hinnehmen musste. Die SG Naabtal bestätigt auch in dieser Saison ihre starke Leistung aus dem letzten Jahr, in welchem sie bereits Platz 3 belegen und gegen die TSH einmal gewinnen und einmal ein Unentschieden erreichen konnte. Die Damen II – oder wie Hermannstädter sie nach dem Spiel bezeichnete „Pappnasenmannschaft“ – müssen in diesem Spiel wesentlich konstanter agieren und dürfen sich keinen Totalausfall in einer Halbzeit erlauben, wenn sie in Naabtal zählbares mit nach Hause nehmen möchten.

TSH: Knauer, Markus (beide Tor) – Krämer (5), Kräck L. (4), Willert (5/3), Hentschke (4), Mittasch (1), Kräck, J. (2), Denkl (3), Orend (6/3), Steinbeißer (4).

V.Willert