Vorbericht zum 1. Saisonspiel der Herren I gegen SV Buckenhofen

Ben Schwandner

Ein Bundesliga-Ass und viele Youngsters
Herzogenauracher Männer starten runderneuert in die BOL-Saison

Ziemlich runderneuert und vor allem extrem verjüngt gehen die Handballer der TS Herzogenaurach in die BOL-Saison 2017/18, die am Sonntag um 16.30 Uhr im Gymnasium mit dem Derby gegen den SV Buckenhofen beginnt.

Zehn schweißtreibende Wochen der Vorbereitung gehen damit zu Ende, und es beginnt – so kann man durchaus sagen – eine neue Ära im Herzogenauracher Männerhandball.

Bereits vergangene Saison hatte Trainer Ingo Kundmüller, der ab dieser Saison von Thomas Josnik als Co-Trainer unterstützt wird, damit begonnen, das Team zu verjüngen und für die Zukunft auszurichten. Da wurden mit Yannik Wayand, Felix Welker und Jan Sieber bereits drei junge Spieler aus den eigenen Reihen erfolgreich integriert. Im Vorfeld der bevorstehenden Runde wurde der Kader weiter verjüngt.

Den vier Abgängen, von denen drei ihre Karriere beendet haben, stehen neun Zugänge aus der eigenen Jugend, der zweiten Mannschaft und anderen Vereinen gegenüber. "Ziel war es, eine Mannschaft mit Potenzial für die nächsten Jahre zusammenzustellen, nachdem die Personalsituation für diese Saison frühzeitig abzusehen war. Daher haben wir auch bereits im Januar mit der Sondierung begonnen", so Kundmüller.

Er zeigt sich glücklich über das neue Gefüge, das über eine gute Mischung aus erfahrenen BOL-Spielern und Talenten verfüge. "Dabei haben wir auch darauf geachtet, dass die Spieler dem Verein nicht nur spielerisch kurz- bis mittelfristig weiterhelfen, sondern auch charakterlich dazu passen", so Co-Trainer Josnik ergänzend.

In der Vorbereitung wurde neben der Fitness daher ganz klar der Fokus auf die Integration und Weiterentwicklung der neuen Spieler gelegt, denn gerade hier sieht das Trainergespann wegen der vielen Veränderungen am meisten Arbeit vor sich. Mit Tobias Wayand, den Brüdern Jonas und Hannes Busch, Malte Freund, Julian Hagen sowie den Rückkehrern Marco Brand, Johannes Bellmann und Torwart Kai Kammerer betreten insgesamt sieben Spieler Neuland in der BOL.

"Sie sind bereits auf einem guten Weg, sich an das deutlich höhere Niveau zu gewöhnen, brauchen aber sicherlich noch etwas Zeit", so Mittelmann Jonas Hirning, der sich kommende Saison das Kapitänsamt mit Bernhard Auer teilen wird. Mit dem Hünen Marco Jonas (HSG Erlangen/ Niederlindach) hat das Team einen Rückraumspieler mit viel Potenzial dazugewonnen, der sich spielerisch in Herzogenaurach weiterentwickeln und mehr Verantwortung übernehmen möchte.

"Back to the Roots" kann man beim letzten Neuzugang sagen. Ben Schwandner, der seit etwa einem halben Jahr in Herzogenaurach wohnt, bei der TSH das Handball begonnen hat, dann nach Erlangen ging, dort bis 2015 zum Bundesligakader gehörte und zuletzt beim TV Erlangen Bruck in der Bayernliga sporadisch aushalf, wird die Rolle von Markus Theiss (Auslandssemester) einnehmen. "Wir sind froh, dass sich Ben bereiterklärt hat uns zu unterstützen. Er wird uns sicherlich enorm mit seiner Erfahrung helfen. Gerade unsere junge Mannschaft braucht Routiniers wie ihn. Jemand, der ihnen Handball vorlebt, sie mitnimmt und von dem sie in allen Spielsituationen profitieren und lernen können", so Kundmüller. Komplettiert wird das neue Team von den bisherigen Stützen Mayer, Hirning, Auer, Janson, Wonner und Marks.

Den Saisonauftakt bestreitet das neu formierte Team gegen den Aufsteiger aus Buckenhofen. Nach dem souveränen Aufstieg hat der Gast mit Trainer Detlef Hauer einen erfahrenen Trainer verpflichtet, der zudem gleich zwei weitere Spieler aus Niederlindach nach Buckenhofen lotste. Der Kern der Mannschaft blieb jedoch unverändert, so dass die TSH eine eingespielte Mannschaft erwartet, die mit viel Tempo alles daran setzen wird, ihre ersten Zähler zu verbuchen.

Bei der TSH ist lediglich der Einsatz von Yannik Wayand fraglich, der sich während der Woche im Training verletzte. Ansonsten kann man auf einen vollen Kader setzen, der sich von Woche zu Woche gesteigert hat und bei dem jeder Spieler heiß auf den Saisonbeginn ist.