Die Herren II

Der TSH-Zug beendet einen goldenen Februar – und fährt damit beruhigt das Ziel Klassenerhalt an

Die Jungs von Lokführer Ben Nickels mussten zu Beginn der Saison heftige Ausfälle im Fahrplan über sich ergehen lassen. So musste öfters durch unvorhergesehene Ausfälle die Crew gewechselt werden. Nie konnte der Zug mit dem gewohnten Stammpersonal zum Bahnhof fahren. Immer wieder hakte es an verschiedensten Stellen, etliche Stationen ließ man oft zu arglos liegen. So konnte man aufgrund von etlichen Störfällen, den ein oder anderen sicheren Punkt leider nicht mit in den Heimatbahnhof mitnehmen. In der ersten Hälfte wurden mehrmals gute Ansätze gezeigt, die aber, dadurch, dass das Bordpersonal zu langsam auf Touren kam, bis in den Zielbahnhof wieder verloren wurden. So konnten gerade bis zur Winterpause drei mickrige Pünktchen auf der Habenseite des TSH Lokführers Nickels verbucht werden und die Mannschaft fand sich auf dem vorletzten Platz wieder. Gerade als man wieder Hoffnung geschöpft hatte, kam noch die Nachricht, dass einer der erfahrensten Fahrkartenkontrolleure T.Neumann vorzeitig von Board gehen muss und stattessen seine Brotzeit lieber in der Krankenhauskantine statt im TSH- Zug zu sich nimmt. Gerade oder vielleicht auch durch diesen weiteren Ausfall, raufte sich die restliche Crew in einer beeindruckenden Serie zusammen. Anstatt wie sonst bei der Bahn üblich, zu streiken, pfiffen die routinierten Zugschaffner Mario „der wirft nie“ Reichelsdörfer, Robert „die Dampflok“ Ozanic die restliche Besatzung zusammen. Als dann auch noch die, trotz seines Alters, immer noch sehr starke Dampflok, Davor Petko wieder regelmäßig zum Dienst erschien, kam der Zug so langsam wieder ins Rollen.

Das Board-Personal wusste endlich wieder was zu tun ist und sollten Sie doch mal Probleme bekommen, fanden Sie, zufällig zwischen Haxen und Burger im Bordrestaurant, den alten Kofferschlepper F.Heimpel, welcher seit Januar wieder das Gepäck stapelt. Zusätzlich ist in den letzten Monaten das gesamte Zugpersonal eine komplette Einheit geworden. Sowohl die Erfahrenen, als auch die Lehrlinge, alle haben den gleichen Anteil, dass die TSH- Dampflok gerade im Februar so richtig Feuer im Kessel hatte und alle Begegnungen gewinnen konnte. Sowohl die Bahnhöfe Hersbruck, Forcheim und Erlangen-Niederlindach, als auch der etwas weitere Bahnhof Berching konnte erfolgreich passiert werden.

Diese Fahrt war ein Spiegelbild der letzten Ausflüge. Zu Anfangs befolgte man die Befehle des Lokführers Nickels tadellos und so zog man schnell auf 5:0 davon. Als man im Glauben des sicheren Erreichens des Zielbahnhofes den Druck aus dem Kessel nahm, kam die Gastgebende Lok aus Berching immer näher, als dann an einer Weichenstellung die Streckenleitung in schwarz auch noch was an der TSH Lok zu beanstanden hatte, wurde der Vorsprung leichtfertig verschenkt! So tuckerte man bis zur 50 Minute mit bis zu 5 Treffern hinterher. Doch anders als noch in der Hinrunde, raufte sich das Bordpersonal um einen an diesem Tage vortrefflichen S.Kreuzer, der keine weiteren Störfälle in deinem Führerhaus mehr zuließ, dass man am Ende auch hier, wieder bis zum Zielbahnhof die Führung mit 25:23 übernehmen konnte. Trotz einiger Turbulenzen ist am Ende Lokführer Ben Nickels mehr als zufrieden und so konnte drei Spieltage vor Ende, der mehr als verdiente Zielbahnhof Klassenerhalt erreicht werden. Im Moment steht ein mehr als guter 5.Tabellenplatz zu buche. Dies ist eine sehr gute Entwicklung der TSH- Lok auf der sich sicherlich auch in den weiteren Fahrplänen in der Zukunft aufbauen lässt. Gerade das zu einer Einheit werdende Personal gibt Hoffnung auf zukünftige Reisen.

Fahrt nach Berching:
Lokführer: Ben Nickels, Robert Gross

Bordpersonal:
Im Führerhaus Kreuzer und Docter;

Im Zug: Peter Kares (1),Welker, Wayand, Rudi Kares (3), Brand (2), Haberzettel, Gerstner (1), Ozanic (5), Heimpel (13/4), Reichelsdörfer