Quo vadis, Zweite?

Umstrukturierung. Unter dieser Überschrift steht das Projekt der neuen Reservemannschaft der Turnerschaft Herzogenaurach. Schließlich werden im kommenden Jahr zum ersten Mal in der Geschichte der Herzogenauracher Handballsports gleich drei Männermannschaften an den Start gehen. Während die dritte Garde um Trainer Theo Krämer in der Bezirksklasse antreten wird, soll die zweite Mannschaft von nun an unter der Federführung des neuen Coaches Ben Nickels den sportlichen Abstand zum Bezirksoberliga-Team der TSH verringern.

So jung war die zweite Herrenmannschaft der Turnerschaft wohl noch nie. Zahlreiche A-Jugendliche werden gemeinsam mit ausgewählten Spielern aus dem Kreise der „Ersten“ die neue Reserve bilden. Schließlich soll mittelfristig endlich der Sprung aus der Bezirksklasse gelingen, um in Zukunft sportlich höheren Anforderungen widerstreben zu dürfen. Dies soll mit einer jungen, laufstarken, aber auch unerfahrenen Mannschaft passieren. Ein notwendiges Vorhaben, soll die sportliche Lücke zum ersten Team geschlossen werden. Allerdings ist diese Zielsetzung nicht zu unterschätzen. Immerhin verfügt Nickels zwar über zahlreiche junge, motivierte Spieler, die im vergangenen Jahr allesamt bereits ihre ersten Schritte im Seniorenbereich gegangen sind. Aber alleine die Tatsache, dass bislang aus verschiedenen Gründen ein kontinuierlicher Trainingsbetrieb mit einem kompletten Kader nicht möglich war, bereitet dem Neu-Trainer der TSH etliche Bauchschmerzen. So werden erst im Laufe der kommenden Tage und Wochen die Spieler dazu stoßen, die bislang noch im Kreise der ersten Herrenmannschaft trainierten. Da sich die Spielanlagen beider Teams allerdings durch die enge Kooperation zwischen Ben Nickels und Ingo Kundmüller sehr ähneln, dürften die wichtigsten Abläufe und Spielzüge nichtsdestotrotz einwandfrei funktionieren.

Junge Talente, wie Markus Theiss, Marco Loncar, Marco Brand oder Jan Sieber, werden hierbei besonders gefragt sein. Diese sind allesamt aufgrund einer Sonderregelung berechtigt, sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Mannschaft antreten zu dürfen und werden daher ein wichtiges Führungsgespann im Projekt „Aufstieg“ bilden. Trotz deren Vorreiterrolle sollen diese von erfahrenen Spielern aus der ersten Garde tatkräftig unterstützt werden. Am kommenden Sonntag beginnt dann endlich die Saison der Zweiten. Gegen die HSG Erlangen/Niederlindach, die außer Konkurrenz antreten wird, gilt es, das Zusammenspiel zu intensivieren und erste spielerische Abläufe unter Wettkampfbedingungen anzuwenden. „Wir wollen gleich im ersten Spiel den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen“, meint Coach Nickels, der selbst auch bei Bedarf auf dem Spielfeld aktiv eingreifen wird.