Bericht über das Pipatsch-Turnier 2012

Pipatsch 2012 – Fortsetzung folgt?

Herzogenaurach – Mit dem 20. und letzten Handballturnier um den „Pipatsch“-Pokal endete am vergangenen Samstag eine langjährige Tradition der Banater Schwaben. Diese trugen – angeführt vom TSH-Handballurgestein Christoph Koch – jährlich ein Freundschaftsturnier in der Herzogenauracher Gymnasiumhalle aus, zu dem sämtliche Landsmänner und befreundete Deutsch-Rumänen eingeladen wurden. Am Samstag beendeten die Organisatoren Koch und Georg Koschella offiziell die Turnierreihe.

Rein sportlich gesehen lief das etablierte Freizeitturnier auch in diesem Jahr wieder reibungslos ab. Nachdem Vorjahresmeister Wiseschdia kurzfristig abgesagt hatte, gingen dieses Jahr nur noch fünf Mannschaften an den Start: Die Zweite Herrenmannschaft der Turnerschaft empfing in eigener Halle die Gäste aus Hatzfeld, Lovrin, Agnetheln und Lugosch. Diese lieferten den zahlreichen Zuschauern sehenswerte Spiele ab, bei denen wie gewohnt der Spaß im Vordergrund stand. „Wir hatten eine gute Atmosphäre in der Halle und das Turnier lief ohne große Probleme ab. Leider gab es heuer drei Verletzungen, die allesamt ohne Fremdeinwirkung passierten. Wir wünschen den Betroffenen auf diesem Wege noch mal Alles Gute“, zog Organisator Christoph Koch Bilanz.
Mit den Akteuren aus Hatzfeld hatte der diesjährige „Pipatsch“-Wettbewerb einen würdigen Sieger gefunden. Diese setzten sich vor der TSH II, Lovrin, Agnetheln und Lugosch erfolgreich durch und trugen sich somit als letzter Gewinner der Turnierserie ein. Diese wurde von Koch und Koschella beendet, da „es immer schwieriger wird, Mannschaften und Spieler zu gewinnen“ (Christoph Koch).

Trotzdem gibt es derzeit Überlegungen, das traditionelle Treffen der Banater Schwaben am Leben zu erhalten. Lediglich das Turnierformat würde in dieser Form nicht mehr stattfinden. Koschella: „Wir wurden in letzter Zeit sehr häufig gebeten, weiterzumachen und das Ganze am Leben zu halten. Aber jedes Jahr den Sportlerball mit der großen Tombola zu organisieren, ist schon sehr zeitaufwendig. Wenn, dann brauchen wir ein anderes Konzept.“
Doch darüber machte sich das Organisationsteam am Samstagabend keine Gedanken mehr. Nach der gewohnt satirischen Siegerehrung – so wurden u.a. auch in diesem Jahr wieder die beiden dicksten Spieler des Turniers mit einer Melone ausgezeichnet – lockte der anschließende Sportlerball etwa 130 Gäste in den Saal der Turnerschaft Herzogenaurach. Christoph Koch: „Es ist toll, dass die Stadt und Geschäftswelt Herzogenaurach uns so unterstützt hat und sogar der Erste Bürgermeister an unserer lustigen Siegerehrung teilnahm. Wir hatten auch dieses Jahr wieder unseren Spaß und werden uns nun überlegen, ob und wie es mit dem „Pipatsch“ weitergeht.“

 
Tabelle:
1)      Hatzfeld 8:0
2)      TSH II     5:3
3)      Lovrin 3:5
4)      Agnetheln 2:6
5)      Lugosch 2:6

 
Ergebnisse:

Hatzfeld – TSH II 14:10
Lugosch – Lovrin 9:7
Agnetheln – Hatzfeld 12:20
TSH II – Lugosch 15:8
Agnetheln – Lovrin 17:20
Hatzfeld – Lugosch 18:11
Lovrin – TSH II 13:13
Lugosch – Agnetheln 15:18
Lovrin – Hatzfeld 14:19
TSH II – Agnetheln 16:10